Morgens um halb 6 landeten wir in Dubai. Amelie hatte zwar
im Flugzeug gut geschlafen, war aber trotzdem nicht wach zu bekommen. Und dann
unser Megaplan der Reise: Wir geben das Gepäck (85kg!) am Flughafen ab und
fahren nur mit „Wochenendgepäck“ in die Stadt.
Mit dem Taxi im Hotel angekommen mussten wir noch bis 2 Uhr
auf unser Zimmer warten. Wir hatten bei der Buchung verpeilt, dass wir morgens
ankommen und hatten nur für eine Nacht gebucht. Aber das Hotel war hier sehr
entgegenkommend und nett. Wir (drei) gingen im Hotel erst einmal ganz entspannt
frühstücken. Bei Amelie war nichts zu holen Die schlief einfach nur. Wir hatten
sie im Frühstücksraum auf ein Sofa gelegt und gut war. Die restliche Wartezeit
verbrachten wir dann auf dem Hoteldach am und im Swimmingpool.
Da es bewölkt war ließ es sich dort oben auch wirklich gut
aushalten.
Als wir unsere Zimmerschlüssel bekamen waren wir auf das äußerste
gespannt, da das Appartmentzimmer wirklich günstig war und wir vom Marco Polo
Motor Inn noch immer ein Trauma hatten…
Aber das hatten wir wirklich nicht erwartet: Ein riesiges
sauberes, gemütliches Apartment in dem wir gerne noch eine Woche geblieben
wären!
Da Malte und Amelie eine Desert-Safari gebucht hatten,
kümmerten sich Dani und Lijan noch schnell um eine Stadtrundfahrt. Man muss
nicht erwähnen, dass wir so viel Glück hatten, dass wir es schafften Einen Tag
in der Wüste zu verbringen – und es regnet!!!
Dennoch machten Malte und Amelie die Safari, wenn auch das
Dune Bashing und Sandboarden ausfallen würden. Und so trennten sich um 3 Uhr
unsere Wege! Zum ersten Mal seit sieben Wochen! Daher trennen sich hier auch
die Geschichten:
Stadtrundfahrt: Ljan war leider
hundemüde, da es nach Sydney Zeit schon nachts um 11 Uhr gewesen wäre. Und da
wir nur zu viert waren, ein Pakistanisches Hochzeitspärchen, Dani und Lijan
waren wir mit einem normalen Auto unterwegs, was für Lijan in der Manduca recht
unbequem war. Gegen Abend standen wir auch immer länger im Stau, so dass es
dann ziemlich anstrengen für uns wurde. Gegen 8 waren wir aber endlich wieder
am Hotel und Lijan (und Dani) konnte sich endlich im Bett lang machen!
Wüste: Wir beide waren die
Einzigen der gesamten Reisegruppe, die an einem Regentag in die Wüste wollten.
Mit den Norddeutschen hatten die Jungs nicht gerechnet. Daher war der
Veranstalter in der Bredouille und musste für uns beide schnell noch einen
Fahrer organisieren/losschicken. Wir wurden daher auch verspätet abgeholt. Für
uns war es alles ziemlich entspannt, da wir somit die Prioritäten angeben
konnten. Super!
Während der Fahrt konnte Malte
den Fahrer über die Gegend und Dubai selbst ausfragen. Das war alles sehr
interessant. Als wir in der Wüste angekommen waren, zog der Fahrer auf einmal
nach rechts und fuhr mit uns querfeld-/querdüneein. War sehr lustig und die Wüste
auch beeindruckend. Es ist als Deutscher einfach extrem schwer vorstellbar,
dass es hier nur Sand gibt. Und das man bei Orientierungsverlust nicht einfach
2km in eine Richtung gehen kann um die nächste Straße zu finden.
Wir sind dann auch ausgestiegen
um uns das anzuschauen. Denn das war Maltes Ziel für die Wüstenreise. Einmal
das Nichts sehen.
Dann ging die Fahrt weiter zum
Camp. Hier sind wir noch auf andere Gruppen getroffen. Denn unserer Veranstalter ist bei weitem nicht der
Einzige, welcher dies Camp anfährt.
Das Camp war sehr nett gemacht.
Obwohl authentisch wohl nicht das das Wort der Wahl wäre. Es gab hier aber viel
zu sehen und zu erleben und das ist das Wichtigste. Wir sind daher erst einmal
durch das Camp getingelt und haben uns alles einmal angeschaut. Wir haben auch (fast) alles ausprobiert - das Shisha rauchen haben wir mal ausgelassen obwohl Amelie wollte).
Und es gab auch das von Amelie heiß ersehnte Henna-Tattoo
Highlight dabei für Amelie nicht
das Kamelreiten vor dem Camp selbst. Sondern, dass sie die Karawane selbst
führen durfte. Derr Kamelmuggel hat sich dabei selbst komplett zurückgenommen
und Amelie ist dann mit Drei Kamelen und sechs Touristen im Schlepptau alleine
durch die Wüste gelaufen. Stolzer Papa!
Zum Quadfahren konnte ich sie
aber leider nicht überreden. Naja, man braucht ja noch Ziele für das nächste
Mal.
Wieder im Camp haben wir uns zum
Essen begeben. Hat alles sehr lecker geschmeckt. Wahrscheinlich
traditionelle/lokale Küche. Ich kenne mich da ehrlich gesagt nicht weiter aus.
Sah aber so aus (hier zeigt sich wieder Malte der alte Kulturprofi).
Nach dem Essen gab es Amelies
persönliches Highlight: die Tanzerei. Zuerst tanzte hier ein Mann im Rock (das
war der traditionelle Teil)...
, auf dem er später lauter Lichter anknipste (wohle eher der modern interpretierte Teil, der auf den Fotos aussieht wie ein psychedelischer Drogentrip).
Und dann der von Amelie
langersehnte Bauchtanz!
Anschließend ging es mit dem Jeep
zurück in die Stadt und das Hotel. Malte konnte hier wieder mit dem Fahrer
schnacken, denn Amelie ist noch quasi beim Einsteigen eingeschlafen.
Der nächste Morgen begann…nein es
war ein fließender Übergang. Denn der Jet-Lag hat die Kinder fest im Griff.
Dani hat von 4-5.30h um die Kinder gekümmert. Dann hat Malte übernommen, hat
sich den Nachwuchs geschnappt und ist vor und im Morgengrauen durch Dubai
gewandert.
Nach einem ausgiebigem Frühstück
sind wir mit dem Taxi in die „Dubai Mall“ gefahren. Einfach nur um sich diese
anzuschauen. Einkaufen war nicht, denn die Gepäckstücke am Limit.
Die Mall ist wirklich extrem
beeindruckend und dokumentiert den Reichtum dieser Stadt sehr deutlich. Denn es
gibt unter anderem:
Wir sind in der Mall ein wenig zu
lange geblieben und so wurde die Fahrt etwas hektisch. Wir waren nicht zu spät,
aber das Timing eben etwas angespannt und ohne Puffer. Aber es hat letztendlich
alles gut geklappt, auch wenn wir unsere armen Kinder etwas mit der Peitsche
durch die Gänge jagen mussten.
Und wir mussten feststellen, dass
die AfD und PEgidA wirklich Recht haben. Denn der Araber an sich macht offensichtlich mirnix
diernix direkt blonder Mädels an. Sogar am Flughafen!
Am Gate angekommen stellten wir fest, dass dies nur 10 Meter
von dem Gate war, von welchem wir aus nach Singapur geflogen sind. Gegenüber
eben der Asiate in welchem wir unsere nächtlichen Getränke zu uns genommen
haben. Für uns irgendwie versöhnlich. Denn so schließt sich der Kreis, dort wo
wir ihn begonnen haben. Und wir schauen noch einmal melancholisch auf eine
wunderschöne Zeit zurück. Nun beginnt das Boarding und unsere Reise in die
Heimat führt ins Ziel.