Montag, 30. November 2015

Sprung Eins

Der letzte (halbe) Tag Australien brach heran. Denn um 18h würden wir vom Hotel abgeholt werden. Der Plan war es, den Abschied angenehm und herzlich zu zelebrieren.

Dank Late-Check-out mussten wir erst um 12 Uhr aus dem Zimmer raus (naja, Gibbes checkten natürlich erst um halb 1 aus…), denn zu diesem Zeittpunkt gibt es bekanntlich die größte Mittagshitze (wir wollten die Lernkurve am letzten Tag Australien nun wirklich nicht so etwas wie Steigung verpassen).

Erste Station war daher die St. Mary Church und vor allen Dingen der Park nebenan. Denn das war die Wiese, welche wir am ersten Tag in der Stadt angesteuert und unseren ersten Sydney-Kaffee zu uns genommen hatten. Daher gab es einen melancholischen Abschiedsspaziergang durch den nahegelegenen Hydepark und anschließend den Kaffee bzw. O-Saft vom „bodhi“ den wir mit Naschis im Park auf der Wiese genossen.







Auf dem Weg durch den Park waren wir wieder beeindruckt (und Amelie höchst begeistert), wie viele Brautpaare doch täglich zu jeder Tages- und Nachtzeit unterwegs sind um schicke (und höchst gestellte) Hochzeitsfotos zu machen! Alleine auf 200 Metern durch den Park haben wir 6 Pärchen samt Fotograf; Kleiderdrapierer, Ausleuchter und Assistent gesehen.




Bei einem letzten Spaziergang durch die Stadt entdeckten wir wieder diverse Straßenkünstler. Die Szene hier in Sydney ist offensichtlich höchst lebendig. Sehr schön auch ein Seifenblasenmuggel, dessen Konzept darin bestand, dass Kinder hier ebenfalls aktiv werden konnten.




Wir hatten einfach Zeit und konnten Künstler, Schaufenster, die Gegend und das Leben in Ruhe betrachten.










Kurz schauten wir uns noch die historischen Gefängnis-Baracken der Stadt an (Kultur muss sein, und wenn es für das Protokoll ist).





Gesetz war ebenfalls noch mal "ordentlich" essen zu gehen um der McDonalds-Falle am Flughafen zu entgehen. So gingen wir wieder ins „grilled“, dem „healthy“ burgerladen, in den sich Malte beim ersten bissen verliebt hatte und schon bei der Bestellung vor Freude Pipi in den Augen hatte. Wirklich lecker!


Um 18 Uhr ließen wir uns schwermütig vom Hotel abholen.
Am Flughafen gab es leider doch noch einmal Stress eine besondere Situation, da die Emirates in Sydney andere Vorschriften haben, als anderswo und deswegen unsere Koffer pro Stück zu schwer waren! In Deutschland gilt das Gesamtgewicht. In Australien aus Versicherungsgründen (sind wir in Deutschland oder was?) 32kg pro Stück. Also am Flughafen eine Zusatztasche kaufen und umpacken. Anschließend wiegen: 32,1 kg…zu schwer (leider weder Witz noch Übertreibung). Freundlicher Blick von Malte (das war übertrieben) noch etwas umpacken und nun war unser Gepäck auch für den Australier an sich nicht mehr gesundheitsgefährdend und wir durften einchecken.

Im Termina gng es dann doch noch einmal zu McDonalds. Allerdings nur auf den Spielplatz um die Kinners auslaufen zu lassen. Denn die folgenden 14 Std. gibt es keine Bewegung mehr.



Diesmal waren die Flugbegleiter auch nicht ganz so verkrampft, was Lijans Größe und Gewicht bezüglich des Bassinets anging. Leider war dies dem Herrn diesmal nicht mehr gemütlich genug (ausstrecken war auch beim besten Willen nicht mehr, da er seit dem Hinflug noch ein paar Zentimeter in die Länge gemacht hat). Deswegen hatte Dani das Privilieg, ihn die meiste Zeit auf dem Arm halte zu dürfen. Auch ihre neu erworbenen Noise-Cancelling-Earphones traute sie sich nicht zu benutzen, da sie Lijan überhaupt nicht mehr schreien hörte – für sie eigentlich ganz entspannt, für die Sitznachbarn allerdings weniger. Malte stellte die Schlaflosigkeit während des Fluges durch Amelie sicher, welche sich quer über die Sitze / Maltes Beine legte. Insofern Gleichstand für die Eltern…aber auch mehrere Rotwein, das kompensierte wieder alles.


Der letzte Ganze


Den Sonntag war relativ frisch bei 23 Grad.
Nach einem entspannten Frühstück unten im Hotel nutzen wir den Sidney Funday-Sunday. Eine Tagekarte für die Öffis. Optimal für uns um ein wenig durch die Gegend zu tingeln.

So machten wir uns diesmal – sehr zu Amelie’s Erleichterung – mit dem Bus auf zum Hafen und von dort mit der Fähre nach Watsons Bay zu fahren. So eine Art Blankenese von Sydney. Als Ausblick gab es das volle Programm: Skyline, Oper, Harbour Bridge, kleinen Inselchen, bildhübschen Häusern am Ufer und natürlich dem Segelbetrieb im berühmten Sydney Harbour. Ein wirklich schönes Fleckchen Erde/ Wasser was sich die Aussies hier zum Leben ausgesucht haben.







In Watsons Bay angekommen schafften wir es ca. eine halbe Stunde, Amelie an den Spielplätzen vorbeizulotsen, doch dann war das Spiel verloren und Amelie entdeckte einen Spielplatz und war von dort nicht mehr weg zu bekommen. Auch Lijan war froh sich bewegen zu können. Und da es ja ein Familienurlaub ist, haben sich die Eltern reumütig ergeben.



Dani nutzte die Gelegenheit und untersuchte die mit Blüten übervollen Bäume im angrenzenden Park. Sehr beeindruckend. Besonders weil diese mit Papageien nahezu vollgestopft sind, welche, die die Blüten genauso toll finden wie Dani selbst.



Dann machten wir einen kleinen Rundgang (klein bedeutet ca. 300 Meter) bis zu einem Lookout, der die offene See zeigt. Amelie mussten wir dabei einigermaßen den Weg entlangdiskutieren. Die letzten Tage zerrten doch an unserer kleinen Dame. Das mussten wir mal wieder einsehen.



Elan entwickelte sie aber, als Lijan zu krabbeln begann (das erste mal richtig mit Strecke). Sie motivierte ihn mit viel Geduld immer noch ein Stück weiter und weiter zu krabbeln. Die Anstrengung ist Lijan ins Gesicht geschrieben. Aber der Trainerin sollte er das Ziel offensichtlich unbedingt erreichen.




Auf dem Weg zur Fähre haben wir ein nettes Café gefunden. Hier gab es noch einen Kaffee/ Milchshake, bevor wir uns auf den Weg machten, die nächste Fähre Richtung Cirqular Quay zu bekommen.





Da Dani ziemlich übermüdet war, ging sie von der Fähre direkt zurück ins Hotel. Malte, Amelie und Lijan blieben noch etwas im Hafen, um sich das Kreuzfahrtschiff, die Kleinkünstler und das Treiben am Fährhafen noch etwas zu erleben.







Um Sieben hatten wir einen Tisch an der Uferpromenade reserviert um  am letzten Abend noch einmal Sydney bei Nacht und leckeres Essen zu genießen.






Nach einem wirklich leckeren Essen wollten wir noch nicht wieder zurück ins Hotel, sondern noch die Promenade ein wenig genießen. An der Promenade befinden sich neben den Restaurants auch jede Menge Bars. So gönnten wir uns noch einen Drink am Place-to-be direkt vor der Oper. Der nahende Abschied ist inzwischen doch schon greifbar und so sogen wir alles noch einmal auf und genossen einfach das vor Ort sein.