Auf mehr maliges Nachfragen schauten wir uns heute mit
Amelie endlich das Hoteleigene Gym an. Und sie war begeistert! Sie wollte
überhaupt nicht mehr raus. Also versprachen wir ihr, erst mal unser Touri-Programm
zu machen und dann auf jeden Fall wieder für ‚ne Fitnessrunde hierher zukommen.
Wir maschierten zuerst in Richtung Hauptbahnhof, da wir
testen wollten, wie weit es dorthin ist, um evtl mit den Koffern zum Flughafen
zu kommen.
Nachdem wir den Park mit den Obdachlosen und
Drogenabhängigen endlich passiert hatten mussten wir dann auch noch
feststellen, dass eine Einzelfahrt mit der Bahn wesentlich mehr kostet, als der
Bus-Shuttle-Service, der uns mitsamt Koffern am Hotel einsackt und uns gleich
am Richtigen Terminal rauslässt! Nach reichlichem Abwägen entschieden wir uns
dann knapp für die einfachere, günstigere, schnellere Variante!
Wir sind dann weiter ins nahegelegene Chinatown
geschlendert. Dort war am Samstag zufällig der Paddy’s Market von dem Dani
schon im Reiseführer gelesen hatte. Das ist eine relativ niedrige Markthalle,
in der (hauptsächlich von Asiaten) Obst, Gemüse, Fleisch Seafood und
haufenweise Quatsch an den Mann gebracht wird! Haufenweise Faschings- (und
delikatere) Kostüme, Uhren, Taschen, Handyhüllen, und Souvenir-Shops, bei denen
wir dann zugeschlagen haben.
Amelie war aber am meisten von dem Zuckerrohrstand
beeindruckt. Nachdem wir so viele Zuckerrohrfelder gesehen hatten, hatten wir
hier nun die Möglichkeit einen frisch gepressten Saft zu kosten! Naja, mit
ordentlich Limette wurde die Zuckerbrühe langsam schmackhaft… Nur Lijan fand
sie Granate und lieferte frische Energie. Dennoch war Amelie kaum von dem Stand
zu trennen, weil sie immer wieder zugucken wollte, wie die Maschine das frische
Zuckerrohr zermetzelte… Immerhin haben wir noch eine frische Zuckerrohrstange
für ihre Freunde zum Zeigen ergattert, da ihre selbstgeerntete aus Queensland
doch schon deutlich eingetrocknet war.
Anschließend spazierten wir noch durch Chinatowns Hauptstraße,
wo Amelie von einem unheimlichen Straßenkünstler belagert wurde…nach dem Bild
mit dem Schal um den Hals meinte sie nur „Ich hatte Angst, dass der mich
erwürgt!“…ok, die Angst kann man verstehen und ein genauer Blick in ihre Augen
ist ex-post irgendwie lustig.
Dafür fanden wir einen abgefahrenen Eisladen, der nicht das
typische Eis hat, sondern leckere Matsche mischt und das dann mit Stickstoff
schockfrostet! Daher der Name n2. Das Eis war jetzt nicht außergewöhnlich –
abgesehen vom Namen, aber der Effekt bei der Zubereitung umso mehr! Und Dr.
Amelie fand es fantastisch, dass man die Schokoladensoße Infusion in
einer Spritze dazu bekommt!
Nach einem Stopp in Sandwichladen – jaaaa, man beachte die gesunden, frischen Zutaten - , ging es für Amelie endlich zurück zum Hotel, denn sie konnte es kaum abwarten, endlich im Gym aufs Laufband zu gehen (wollte aber vor Müdigkeit gerne zum Hotel getragen werden…).
Im Hotelzimmer angekommen hatten die Eltern noch nicht die
FlipFlops ausgezogen, da war Amelie mit umziehen bereits fertig und machte sich
bereits warm.
So haben wir denn alle die Gelegenheit genutzt, uns in
Sportsachen geschmissen und eine Fitnessrunde eingelegt! Selbst Lijan hat alles
gegeben!

















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