Mittwoch, 28. Oktober 2015

Weg vom Sunshine

Nach dem Zoo setzten wir uns kurz in ein paar sehr gemütliche Hängestühle, die dort in einem Park angebracht sind und planten unseres nächstes Ziel.



Ergebnis unseres konzentrierten Gesprächs: „Ja, lass mal losfahren und dann schauen“. Also fuhren wir in Richtung Gold-Coast. Da wir die Sunshine-Coast verlassen haben, regnet es definitionsgemäß...und wieder Glück gehabt. Denn über Brisbane wütete das Unwetter dermaßen, dass hier mehrere Häuser zerstört wurden. Wir haben durch unsere Flucht eben nur einen Ausläufer abbekommen.

Zusätzlich durften wir feststellen, dass die Goldcoast besiedlungstechnisch der Pott von Australien ist. Hier reiht sich Stadt an Stadt. Ist ja generell nicht schlecht, aber wenn man irgendwo links ranfahren will um zu übernachten eher misslich. Letztendlich haben wir uns dank unserem Freund Google doch einen Platz gefunden. Durch das herrschende Wetter in eine Seenlandschaft verwandelt. Aber er hat seinen Zweck erfüllt und wir hatten einen Platz für die Nacht. 

Am nächsten Morgen sind Amelie und Malte zum gegenüberliegenden Zuckerrohrfeld gegangen und haben Amelies erstes Zuckerrohr geerntet. Sie war ganz verwundert und begeistert, dass es Süssigkeiten in der Natur gibt.



Das Wetter ist inzwischen großflächig gekippt. Es regnet schon erheblich. Manchem Gärtner hat das offensichtlich die Dachpape ganz aufgeweicht. 



Wir gehen bis dato davon aus, dass wir auch ohne Hecke die Sinnflut überstehen. Und wir zwei Tage einfach irgendwo abwettern müssen. Daher haben wir uns eine Kurzstrecke ausgesucht (25 km). Wir haben einen schönen Platz gefunden (Pottsville). Direkt am Fluss (Strand ca. 1,80m vom Wohnmobil entfernt). So können wir ab und an dorthin wackeln. Dazwischen lungern wir in unserer Bude rum und warten.





@Vibrants: Haben hier einen „Kormorant“ gesehen. Ein kleine, penetrante Mistbiene, die alles und jeden verdrängt. Schön einen auf dicke Hose macht und dann doch kaum was kann außer den Anglern die Fische zu klauen.


Australisches Getier

Nachdem wir unsere Koala Pflicht (einen in der freien Wildbahn zu sehen) bereits in Noosa erfüllt hatten, wollten wir uns nun diese Tierchen mal aus nächster Nähe und mit Sicht-Sicherheit widmen. Die beste Anlaufstation dafür ist das „Lone Pine Koala Sanctuary“. Dies liegt in Brisbane.







Nach einem Frühstück also die Sachen gepackt und zur gewohnten Tageszeit (Mittagshitze; Gruß an die Lernkurve!) dort angekommen. Natürlich gibt es nicht nur Koalas hier, sondern noch mehr einheimisches Getier. Übrigens gibt es hier ausser den obligatorischen (und inzwischen wenig geliebten) Wild-Truthähnen zusätzlich Wasserdrachen (Echsenart) als Taubenersatz. Sprich Tiere, deren Population sich stark erhöht und sich um Müll und Essensreste kümmert.





Ein Highlight für Malte sind die beiden Schnabeltiere, die es hier gibt. Denn immerhin ist diese Spezies der unbestreitbare Beweis, dass Gott Humor hat. Malte hat eine entsprechende Bilderserie von diesen Tieren geschossen, die dermaßen wegweisend ist, dass wir sie euch nicht vorenthalten wollen:











Das Foto, welches noch am detailreichsten (und noch immer aussagelos) ist, zeigt einen Schnabeltierarsch:




Gerne möchte ich vorgreifen um die Analogie zu unterstreichen. Denn die Wombats zu fotografieren war uns ebenfalls nicht wirklich möglich. Das beste Foto eines Wombats zeigt ebenfalls einen Wombathinterteil:




Als Malte seine wissenschaftlich wertvolle Arbeit abgeschlossen hatte, sind wir endlich zu den Koalas. Diese sind in der Tat lebendige Kuscheltiere und wirklich fotogen. Hier möchten wir euch die gesamte Fotoserie nicht in voller Länge zumuten (193 Fotos), daher hier nur ein (und dennoch ausführlicher) Auszug.













Amelie hatte inzwischen eine Freundin gefunden (Fee). Diese war mit ihrer Familie ab sofort unsere Begleitung für den Rest des Zoobesuchs. Z.B. beim Känguru füttern. Hier aus Rücksicht wieder nur ein Auszug aus unserer daumenkinoähnlichen Fotodokumentation (78 Bilder).  










Und wir haben rausgefunden, dass Dani Angst vor Emus hat.
 Hier ein Bild extra für Darja:



In diesem Zoo wurden eine weitere Reihe an Tieren beworben und wir haben sie alle gesehen:
- Dingos  alle beide
- Tasmanischer Teufel  (na ja, die waren gerade ausgezogen)
- ein großes Reptilien- und Amphibienbecken  bewohnt von zwei Schildkröten (ca. 35-40 cm) und einem Süßwasserkrokodil (ca. 1,20m). 
Nein, jetzt tu ich dem Zoo Unrecht. Denn er war echt nett und wir haben einen schönen Tag zusammen verbracht. 






Brisbane mit Licht

Die Flucht vor dem Regen war uns gelungen. Denn in Brisbane herrschte bestes Wetter. 



Abends angekommen gab es dann gleich ein „Sonnen-Hallo-Barbecue“. Das musste sein.  Der nächste Morgen begann mit einem entspannten Frühstück. Doch Amelie war von den Zaungästen beeindruckter als vom Essen.




Am nächsten Tag ging es auch direkt und pünktlich zur Mittagshitze (unsere Lernkurve entspricht damit tatsächlich der Höhenkarte Hollands) los. Trotz der Hitze und damit komplett gelähmten Gehirnwindungen ist uns nicht entgangen, dass Brisbane offensichtlich sehr auf öffentliche Verkehrsmittel setzt…




Erste Station war das „Wheel of Brisbane“. Ein Riesenrad direkt am Brisbane River. Es war uns einfach nicht möglich, unsere Tochter hieran vorbeizulotsen. Naja, letztendlich war es wirklich ganz nett und wir haben die Stadt noch einmal von oben gesehen.




Anschließend sind wir die Southbanks weiter entlanggelaufen. Die Southbanks ist einer der städtischen Parks. Wirklich extrem schön angelegt.








Und bei dem Schwimmbad…da stinkt eine Mittagspause an der Alster echt hart gegen ab. Zumal hier auch ein Pool integriert ist, der frei zur Nutzung ist.





Der Pool oder die Poollandschaft ist also echt groß und ziemlich großartig. In Lebensqualität zu investieren, das können die Aussies, dass muss und darf man wirklich sagen. Einer ist Bereich für Kinder und Kleinkinder. Hier sind wir entsprechend eingehakt.









Anschließend sind wir quer durch den CBD (Central Business District) gelaufen, welcher im Grunde den gesamten City-Bereich darstellt und haben uns das alles angeschaut.













Dani hat endlich ihren Sonnenhut kaufen können und wir haben ein paar wirklich sensationelle Burger bei „Miss Kai“ gegessen. Inzwischen war es dunkel in Brisbane.








Die Energie der Burger brauchten wir dann um wieder zu dem Wheel zu gelangen. . 
Denn man kauft irgendwie immer Doppeltickets für eine Tages und eine Nachtfahrt. 








Diese Station stellte das Ende unseres zweiten Brisbane Trips dar. Zufrieden und müde ging es wieder zurück nach Hause.