Doch zuerst wurde das Versprechen an Amelie eingelöst und wir gingen zum Pool auf der Dachterrasse. Das hatten wir ihr in die Hand versprochen. Und das ist bekanntlich vor allen Dingen innerhalb der Familie heilig. Es war ein riesen Spaß für alle. Und Amelie hat es genossen mal wieder weit im Mittelpunkt zu stehen und mit Mama und Papa im Pool zu spielen und zu toben.
Um ein wenig die Stadt selbst und die Atmosphäre zu erleben beschlossen wir, den Weg in Richtung Hafen zu Fuß zu gehen…so dicht am Äquator können auch nur Mitteleuropäer auf so eine Idee kommen und freiwillig zu Fuß mit zwei Kindern zur Mittagszeit durch eine Großstadt zu gehen. Ok, wir haben ab und an ein wenig geschummelt und haben wenn möglich die klimatisierten Malls ab „Abkürzung“ genommen.
Im Hafen angekommen waren wir entsprechend ziemlich fertig und haben uns für eine Hafenrundfahrt entschieden. Sitzen und durch verschiedene Dinge präsentiert bekommen. Zumal unsere (wenn auch bis dahin ziemlich tapfere) Tochter eine Mischung aus weißer und Totenkopfflagge schwang. Böse kann man ihr hierfür aber wirklich nicht sein, denn sie folgt uns seit Tagen ohne zu murren auf diesem wirklich energiefressenden Trip. Das Boot war ein wenig in Richtung traditionellem Design gebaut worden und ganz asia-like gab es die Ansagen durch ein Video präsentiert. So dass man (wie es hier in Singapur üblich ist) gar nicht mehr aus dem Fenster, sondern nur auf den Bildschirm schauen müsste. Wir haben uns dennoch für die Oldschool-Nummer entschieden und uns die Sachen im RL angeschaut.
Nach der Rundfahrt noch für das Protokoll zwei Tempel angeschaut (einen indischen, eine chinesischen), die praktischerweise direkt nebeneinander lagen. Hier war sehr niedlich, dass Amelie die betenden Chinesen und Hindus(?) extrem interessant fand und ebenfalls Räucherstäbchen anzünden und sich etwas wünschen wollte. Was sie natürlich auch tat.
Anschließend etwas hektisch zurück zum Hotel und volley zum Flughafen. Als wir ankamen, wartete Das Taxi bereits vor der Tür.
Und auch in Brisbane klappte alles unglaublich reibungslos. Wir kamen an, Bus wartet, bringt und zur Autovermietung…dort bekommen wir ein Upgrade, weil Malte bei der Buchung das Volumen des Gepäcks grob unterschätzt hat und wir ca. 20% der gefühlten sechs Kubikmeter in den Kofferraum bekommen hätten fahren in Richtung Harvey Bay. Und wir sehen auch direkt ein Kanguruh: wie von Kai prognostiziert als Roadkill. Und dennoch sind wir von der Fauna vollkommen beschwingt. Bei einer Pause auf einem Rastplatz sitzen eben nicht Amseln oder Spatzen in den Bäumen sondern Papageien! Oder es laufen andere Vögel rum, die man nur aus dem Zoo kennt. Es ist einfach herrlich. Wir sind voll in Urlaubsstimmung.
Auf dem Weg zum einkaufen dann die nächste Überraschung: ein großer Schwarm Fledermäuse. Und zwar riesige Dinger. Total abgefahren. Wir haben das erst für einen Schwarm Vögel gehalten. Auf den Fotos konnten wir das leider nicht so festhalten aber ein unglaublicher Anblick...kommt auf dem Foto nicht so raus. Aber meist m RL war das schon beeindruckend.
Abends geht dann die Flasche Gin auf. Ein Flasche Bombay Amber. Leider schmecken wir beide nicht besonders viel, da wir durch die permanente Klimaanlagenbedampfung beide ziemlich dichte Nasen haben. Egal, die Stimmung macht es. Es ist einfach ein weiteres Anzeichen dafür, dass wir wirklich im Urlaub sind und diese Reise endlich begonnen hat.
Am nächsten Morgen endlich wieder früh aufstehen (6h). Wir bekommen ein kurzes Training für unseren 4WD und die Besonderheiten für Fraser Island.
Eine kurze Fährfahrt und ab auf die Sandpisten! Ein riesen Spaß! Die Straßen sind echt nur Sandwege. Aber nicht so, wie man sich eine Sandstraße vorstellt sondern extrem weicher Sand auf dem das Laufen ziemlich anstrengend ist. Mit unserem Golf hätten wir wahrscheinlich ca. 30m geschafft (aber auch nur mit Schwung).
Dani hat sich im Vorwege bereits Gedanken gemacht, ob unsere Kinder das Geholper der Pisten vertragen oder hier an allen Fronten kapituliert wird…Lijan schläft ein und Amelie kriegt das Lächeln nicht aus dem Gesicht! Geht also.
Erster Stopp ist Lake McKenzie. Ein nahezu absurd schöner Ort. Es sieht aus wie eine viel zu eifrig in Photoshop manipulierte Postkarte.
Das Baden hier ist jedoch von sehr kurzer Dauer, da ein ziemlich heftiger Regenguss runterkommt und wir dann doch in Richtung Hotel wollen. 10 km sind es. Das bedeutet auf diesen Sandwegen ca. 25-30 Minuten.
Im Ressort bekommen wir unseren Bungalow und machen einen ruhigen Abend, da eine ziemlich heftige Regefront über die Insel zieht. Außerdem haben wir uns das verdient. Papa hat was Feines gekocht. Es gibt TKP und für die Eltern Bier und Amelie ein Ginger-Ale. Ehrlich gesagt, sind das vielleicht die prolligsten und einfachsten Abende. Aber die Familie ist zusammen, ist entspannt und ich liebe es, einfach weil alles perfekt ist!






































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