Freitag, 23. Oktober 2015

Coolum und Koalas

Nächster Stop Noosa. Wir wollten eigentlich im hochgelobten Seaview Camping Ground unterkommen. Tja, war wohl nix. Denn offensichtlich ist das hier DER Spot für Australier. Noosa selbst erinnerte vom Publikum her eher an Sylt oder Nizza. Dani las in dem Reiseführer zusätzlich, dass hier „besonders auf die Einhaltung von Regeln geachtet wird…“. Nicht das, was wir aus den letzten Tagen gewohnt waren und ehrlich auch nicht das, was wir uns bei einer Tour durch Australien vorgestellt hatten. Zusätzlich würde Malte hier nach wahrscheinlich etwa 20 Minuten die Papierindustrie via Knölchenkontrollsheriffs auf die nächsten 17 Jahre saniert haben – Unser Aufenthalt in Noosa Heads übrigens dauerte somit 10 Minuten, davon 6 Minuten Diskutieren mit Parkleutnant, dass Malte nur kurz auf Dani gewartet hat und bitte keine 80$(!) für Halten gegenüber von der Touristeninfomation zu zahlen seien.

Auch hier spielte das Schicksal mit und für uns war kein Platz auf dem frisch gebohnerten Marmorplatz. Daher zurück zum Fußvolk! Dani hatte dann in Coolum (15 Minuten von Noosa Heads) eine Ausweichmöglichkeit aufgetan. Auch hier erinnerte der Campinggrund mehr an Golfplatz als an einen Platz für Wohnmobile. Aber alles Schickilacki und entspannt…und wieder nur ein paar Meter bis zum Pazifik. Also gleich los und rüber zum Strand. Es herrschte eine ziemliche Brandung und die Lifeguards packten gerade ihre Flaggen ein, da offensichtlich Feierabend war. Also blieben wir mit den Schildern „No Flags – no swim“ alleine am Strand und gingen erst einmal in der Brandung baden. 





Anschließend wieder ein schönes Barbecue (diesmal früh genug, damit kommunikativ mit andere Leude schnacken) und ab ins Bett.

Am nächsten Tag wollten wir in den Noosa Nationalpark. Denn dort sollte es von Koalas und Delfinen nur so wimmeln.



Wann geht man dorthin? Vor allen Dingen mit kleinen Kindern? Richtig: Mittags! Nach unserer Singapur-Performance, als wir schon einmal in der Mittagshitze durch die Stadt gelaufen sind, kann man für unsere Lernkurve also nun definitiv festlegen: f‘(x)=0. Wir also bei ca. 30°C durch die knallende Sonne in den Park. Und das Beste: Zu dieser Zeit waren mehrere Gruppen unterwegs…alles Deutsche! Wir konnten nicht mehr vor lachen. So dämlich, zu dieser Zeit loszugehen, können eben nur wir als Völkchen sein. Da sind wir alle vereint! Der Blick von dem Weg an der Steilküste war der Hammer!








Unsere Selbstgeißelung wurde mehrfach belohnt. Denn oben im Baum sahen wir dann einen (ok, echt nur einen) Koala sitzen, der sich (wie sich das für Einheimische gehört) zu dieser heißen Stunde möglichst wenig bewegt hat.



Außerdem gab es hier Bäume, deren Luftwurzeln irgendwie...naja, an irgendwas erinnern die auf jeden Fall.



Dann sind wir weiter in Richtung „Dolphin Point“. Wir hatten den regulären Weg verlassen. Denn wir wollten eben nicht an der Küste entlang, sondern durch den Wald (wegen der Koalas). Folglich mussten wir bei dem Weg ein wenig improvisieren und haben den Dolphin Point weiträumig verfehlt. Aber wir hatten eine Landspitze „Hell‘s Gates“ (klingt auch viel cooler) gefunden, vor dem eine Delfin-Schule von ca. 20 Tieren schwamm und eine entsprechende Show lieferten. (Bei dem Beweisbild bitte jetzt etwas Begeisertung heucheln, denn wir hatten das Zoom Objektiv nicht mit).




Und als Bonus zeigte sich sogar noch ein Seeadler! Mega!
Anschließend haben sich Amelie und Malte ein wenig im klettern an der tollen Felsküste probiert. 




Auf dem Rückweg kamen wir dann zufällig am Dolphin-Point vorbei…keine Delfine! Da haben wir wieder aus Versehen was richtig gemacht.

Hier der Blick von einem weiteren Lockout, den wir bei der Rückfahrt mit dem Auto entdeckt haben.





Abends war dann nicht mehr viel. Brot und ins Bett. Denn wir waren alle fertig. Außerdem hat sich das angekündigte Gewitter aufgebaut, sah zwar toll aus, aber für draußen dann doch das falsche Wetter.



Wo wir am nächsten Tag hinwollten war noch nicht raus, aber wir wollten los um noch Neues zu sehen.

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