Wir konnten das dann doch nicht auf uns sitzen lassen. Als ich mit Calle oder Nicki gesprochen habe und erzählte, dass wir nach Australien fahren würden und dabei das Great Barrier auslassen würden…selten so hart beschimpft worden. Also musste sich die ganze Familie diesem sozialen Druck beugen – danke dafür! War der Hammer.
Ausgangsort für das Riff war Agnes Water, respektive „Town of 1770“. Hier soll der Herr Koch angeblich das erste mal in Australien an Land gegangen sein um für den guten alten Georg das ganze Land hier in Besitz zu nehmen. Es ist natürlich nicht so, dass wir das zufällig gesehen hätten, als Amelie über das Denkmal geklettert wäre…
Der Campingplatz dort war echt schön (meine Güte, inzwischen bewerte ich Campingplätze). Wir hatten ca. 30 Meter bis zum Strand und konnten daher quasi vom WoMo aus direkt ins Wasser springen.
Man könnte natürlich denken, bei Manni und Dalte läuft das alles wie geschnitten Brot, aber so einige Verzögerungen haben wir hier auch. Als wir das Boot aus dem Reiseführer buchen wollten, haben wir erfahren, dass das Boot heute nicht fährt. Also nehmen wir morgen. Da sind noch 28 von 60 Plätzen frei. Also können wir auch später buchen. Zumal eh noch immer 2-3 Leute wieder abspringen. Wir also ersma am den Strand. Dani später rüber zum Anleger…direkt nachdem eine Gruppe von 30 Leuten eingebucht hat! Damn! Also dann noch einmal einen Tag verschieben. Aber ehrlicherweise gibt es schlimmere Dinge, als hier „festzuhängen“. Denn alle um uns rum sind mega entspannt (könnte auch an Australien selbst liegen), und das mit dem Pazifik nach den erwähnten 30 Metern ist auch nicht die mieseste Ausgangsposition. Wir haben die Zeit also mit Baden und klettern auf Mangroven (halb im Wasser stehend) verbracht.
Außerdem haben sich Amelie und Malte ein Kanu bei ein paar Aussies ausgeliehen, die gerade vom Angeln kamen und sind eine Runde damit zur naheliegenden Sandbank gedreht.
Abends gab es zusätzlich BBQ mit Blick auf den Pazifik. Das Grillen und kochen hier ist komplett anders als bei uns. Denn es gibt gefühlt alle 20 Meter Grillstationen. Dort wird dann draußen und quasi in der Öffentlichkeit gegrillt. Hinterher macht man den Grill wieder sauber. Das ist einfach so und das machen alle. Total abgefahren. Und es ist ein äußerst kommunikatives Unterfangen, weil man immer irgendjemanden trifft (es sei denn, man macht das wie in unserem Beispiel und fängt an, wenn alle anderen seit zwei Stunden fertig sind. Dann kann/muss man sein Essen auch mit einer Taschenlampe erleuchten).
Am Sonntag war endlich der Tag der Tage und wir konnten unsere Reise zum Riff antreten. Ein dröhniger Kat. Mit super netter Mannschaft.
Bei der Fahrt zum Riff, konnten wir die Wellen, welche sich in den letzten Tagen aufgebaut hat so richtig genießen. Also wenn man es genau nimmt, hat ca. die Hälfte der Leute an Bord das nicht sooooooo gut gefunden. Aber die Crew war vorbereitet:
- Phase 1: Eisbeutel für den Nacken
- Phase 2: Tüte in die Hand drücken
- Phase 3: Tüte austauschen und gut zureden.
Was soll denn da passieren? Ging alles. Bei der Island of Lady Mussgrave (ich hatte bis dahin immer „Massgrave“ verstanden und mich schon gefragt, ob es die beste Idee ist, mit nem altersschwachen Kat dorthin zu fahren) angekommen, gab es dann einen kurzen Spaziergang inkl. Erster Begegnung mit Schildkröten, ekliger Spinne und irgendwelchen Seevögeln die laut Guide super toll und sowieso sind.
Auf dem Rückweg zum Kat Glasbodenboot. Unten der missglückte Beweis, dass wir eine Menge Riesenschildkröten dabei gesehen haben.
Zurück an Bord und geil, geil schnorcheln. Das war echt mega. Das hat super Bock gebracht. Malte hat gleich einen Neo für sich und Amelie geliehen. Dani der alte Sparfuchs wollte nicht.
Lijan in die Obhut von zwei Exildeutschen gegeben, die Dani auf dem Schiff aufgetan hat und ab ins Wasser. Richtig gut! Und Dani hat nach 30 Minuten das sparen richtig weh getan weil wegen dann doch saukalt.
Man muss wohl nicht wirklich viel darüber schreiben, OB das toll ist oder nicht, am Great Barrier Reef zu schnorcheln. Ist einfach faszinierend! Und Amelie ist trotz Anlaufschwierigkeiten dann auch auf einmal komplett steil gegangen und geschnorchelt, als hätte sie nie etwas anderes getan. Das bringt dann natürlich doppelt Spaß, wenn solche Erfolgsgeschichten am Rande passieren.
Abends waren dann alle komplett fertig. Daher konnten dann zur Abwechslung Dani und Malte mal wieder alleine zu Abend essen. Auch mal wieder nett.
Das Wetter zur Abfahrt war ziemlich stürmisch und verregnet. Wir hatten am Tag vorher auf der Karte gesehen, dass es die Straße hoch einen Felsen mit Ausguck und Parkplatz gibt. Da der Australier an sich ein Regenmuffel ist, gingen wir davon aus, dass sich da eh keiner raustraut und nehmen den Parkplatz mit Ausguck als Frühstücksort mit Ausguck. Hat super geklappt. Da ist so ein prolliges Mobil echt praktisch!
















































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