Sonntag, 1. November 2015

Abwettern in Pottsblitz

Nach dem Gereise der letzten Tage und mit dem Ausblick auf eher untypisches Wetter beschlossen wir, den Regen dann an einem Ort abzuwettern. Bringt ja nichts, sich verschiedene Dinge bei Regen anzuschauen…und jetzt kommt der Luxusfaktor: Und wenn man die Zeit hat… 

Ein Blick in die Karte zeigte uns einen Platz, der ganz schön zu sein schien. Ein Fluss (also kleine Wellen) der in den Pazifik fließt. Also kann man frei zwischen beiden Gewässern wählen. Zusätzlich heißt der Fluß „Mooball Creek“. Da „Moo“ hier der umgangssprachliche Ausdruck für „Rind“ ist, will ich eigentlich gar nicht so genau wissen, wie der Fluss zu seinem Namen gekommen ist…oder doch? 

Morgens war Malte (vor dem Frühstück!!!) an der Reihe, sein Versprechen an seine Tochter einzulösen und ist mit ihr eine Runde schwimmen gegangen. Gottseidank standen wir direkt am Fluss und somit konnte das Einlösen entsprechend kurz gehalten werden. 




Und Lijan wäre am liebsten mitgekommen.



Nach dem Frühstück (und einer heißen Dusche) ging es dann los, ein wenig dem Lagerkoller zu entgehen und eine Regenpause zu nutzen um sich den Strand auf unserer Seite des Mooball Creeks  ein wenig anzuschauen. Leider war es heute bewölkt, daher fiel die Mittagshitze eher bescheiden aus. Aber wir sind mal wieder kurz nach zwölf los. Der Wille war also da, auch weiter nicht zu lernen.

Die Strömung direkt an der Mündung ist wirklich sehr immens. Die Wellen im Pazifik selbst sind zwar seit heute morgen (ca. 3-3,5m) kleiner geworden, aber noch immer nicht einladend. So war an baden überhaupt nicht zu denken. Und dennoch haben wir einen wirklich schönen Nachmittag hier verbracht







Tim entdeckt gerade seine Mobilität immer weiter.





Malte und Amelie hingegen entdecken Treibsand.


Und Dani eine Wanze


Auf dem Rückweg sahen wir dann ein paar weiße Vögel in den Bäumen sitzen. Wir dachten natürlich an Möwen oder ähnlich. Es war aber ein riesiger Schwarm Kakadus. Mit dem Foto waren nur ein paar auf einmal einzufangen. Wir haben gezählt, haben dann aber bei 80 keine Lust mehr gehabt und uns auf „viele“ geeinigt.




Insgesamt scheinen wir uns aber mit der örtlichen Fauna anufreunden, bzw. sie als „normal“ abzutun. Während wir am Anfang komplett fasziniert von Pelikanen, Papageien und wilden Truthähnen waren und jede ihrer Bewegungen daumenkinoähnlich per Foto festgehalten haben, werden diese inzwischen als „normal“ eingestuft und sorgen für weniger Aufregung und Fotos. Bestimmt drehen wir in Hamburg vor Aufregung durch, sobald wir die erste Stockente oder Taube sehen. Seht uns das bitte nach.

Am nächsten Morgen schien endlich wieder die Sonne. Gleich sah die Gegend noch viel einladender aus. Daher die Kurzschlußreaktion, noch einen weiteren Tag hier ranzuhängen. 




Wir mussten mit unserem Wohnmobil allerdings zwei Stellplätze umziehen…fand Lijan übrigens langweilig.



Die Mädels haben das Wetter ausgenutzt und sind eine Runde schwimmen gegangen.





Gegen Nachmittag wollten wir den Fluß einmal (per Brücke) überqueren und uns die andere Seite anzuschauen. Es hatte inzwischen wieder ordentlich aufgefrischt, dass wir am Strand sogar einen Pullover getragen haben.








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