Zufall, dass dies der Weg zum Weingebiet ist?
Im Hunter Valley angekommen reiht sich ein Weingut an das andere und überall sind Weinberge. Genau genommen sind es bestenfalls Hügel, wenn nicht sogar Weinfelder. Hier scheint auch auf dem platten Feld genug Sonne für die Reben. Macht auf jeden Fall die Lese leichter. Und Amelie hielt Ausschau, ob Oma vielleicht zufällig gerade zur Weinlese auftaucht. Wir mussten sie da über die 17.000 km aufklären, welche den Zufall dann doch etwas arg erscheinen ließen.
Da wir (zur Abwechslung) spät losgekommen sind steuerten wir zielstrebig zwei Weingüter an, die uns die Christensens auf dem Camping Ground in Agnes Water empfohlen hatten. Jeweils vier Minuten verkosten und dann (w)einkaufen.
Das erste war Audrey Wilkinson, ein Weingut mit wundervollem Ausblick und mittelmäßigem Wein.
Die Kinder übten jedenfalls schoneinmal, wie die Profis aus der Kneipe zu kriechen.
Beeindruckend auch der Pragmatismus der Australier. Es gibt für die echten Trinkprofis einen Weingut-Shuttlebus gibt! Denn ohne Fahrzeug erreicht man die ganzen Weingüter schlecht. Und so geht es betrunken ganz einfach von Fass zu Fass.
Malte blieb aber tapfer nüchtern und wir spurteten schnell zum Peppertree Vineyard mit wundervollem Wein und einem mittelmäßigem Ausblick (wenn auch tollen Garten). Leider hatten wir nur ein Viertel Stündchen Zeit, da auch hier um fünf Uhr alle Feierabend machen, was wir auch nach fünf Wochen immer noch nicht in unseren Tagesablauf integriert bekommen.
Und auch hier machte Lijan eine Kriechprobe mit klarem Ziel vor Augen.
Die Australier sind ein gerissenes Völkchen. Erst füllen sie die Touristen hier schön ab und wenn die dann willenlos sind drücken sie ihnen wohl alles Mögliche auf, um ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen!
Wir können euch aber beruhigen, es gibt keine Gibbe-Road. Aber müssen auch enttäuschen, es gibt keine Allee mit ungewöhnlich martialisch oder anzüglichen Namen.
So ging es dann nach Cessnock, der nächsten Stadt mit Campingplatz, um schnell noch einen Platz zum Übernachten zu bekommen. Leider war es ziemlich kühl hier, aber wir hatten noch Grillgut im Kühlschrank und hier gab es eine ganz hervorragende Camp-Kitchen, die großzügig und geschützt war, sodass man es dort wirklich gut aushalten konnte – wieder Glück gehabt. Sogar einen richtigen Feuerholz-Pizzaofen gab es! Nun kam Malte endlich in den Genuss sein S’Mores-Kit zu probieren (Keks-Schokolade-Marshmallows-Keks-Sandwiches – feuergeröstet!).























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